06.10.2020

Vom Schicksal eines Erstis zu Coronazeiten

Ich hätte mit Sicherheit ein Jahr später zu studieren begonnen, wenn wir noch im kompletten Lockdown gewesen wären. So wie es jetzt gehandhabt wird, finde ich, dass man sich an das Online-Studium gewöhnen könnte. So profitiere ich beispielsweise vom morgens ausschlafen oder bei Vorlesungen im Nachhinein noch Mal was nachschauen zu können, wenn ich es nicht gleich verstanden habe. Zusätzlich habe ich weniger Pendelzeit, wodurch ich zu Hause mehr erledigen kann. Gewisse Veranstaltungen haben wir aber trotzdem vor Ort, wie zum Beispiel Übungsgruppen und manche Vorlesungen, für die wir uns vorher jedes Mal über Doodle anmelden müssen. Dabei weiss man dann auch oft nicht, wann die Mail mit dem Link kommt und man muss aufpassen, dass der nicht verloren geht. Das kann schon mühsam sein. Ein weiterer Nachteil ist, dass jede*r Dozent*in für die jeweiligen Online Meetings und Unterlagen andere Plattformen benutzt. Grundsätzlich nehme ich gerne an jeder Präsenzveranstaltung teil, denn Mathe lebt wirklich vom Austausch mit anderen Studierenden und der Diskussion verschiedener Lösungsansätze. Glücklicherweise kannte ich bereits Leute von meiner alten Schule, die ebenfalls dieses Semester zu studieren begannen. Wir treffen uns gerne als Grüppchen in Cafés oder auch an der Uni, um gemeinsam Übungen zu besprechen, wobei wir auch oft die Lautesten im Raum sind. Unser Fachverein konnte auch trotz der Einschränkungen ein Erstsemester-Brötchenessen veranstalten, welcher sehr lustig war. Somit habe ich bisher einen guten Mix von Online und Präsenzunterricht und hoffe, dass die Uni die Vorteile wie zum Beispiel Aufzeichnungen aller Vorlesungen auch nach den Corona Massnahmen beibehalten wird. Ansonsten wird es vielleicht für neue Studierende eine neue Herausforderung darstellen.

- Alicia, Mathe und Geschichte, UZH

Location

UZH Irchel

Weitere Stories