21.02.2021

Das süsse Studi-Leben lässt es sich am besten in einer Verbindung geniessen

Ich bin Mitglied einer akademischen Studentenverbindung. Dies ist ein Verein von Hochschulstudierenden, die sich wöchentlich im Stammlokal auf gute Gespräche und ein Bier treffen. Daneben tauschen wir uns auch mit anderen Verbindungen aus und lernen so enorm viele andere Studierende kennen. Dadurch, dass ich ein Teil dieses Vereins bin, sitze ich wöchentlich mit den unterschiedlichsten Menschen an einem Tisch, mit denen ich ansonsten nie in Kontakt gekommen wäre, aber mit denen ich so eine sehr gute und unterhaltsame Zeit verbringe. Die eigene Verbindung (bei mir ist das die AV Orion) kann man dabei als eine Art Familie betrachten, wohingegen der Schw. StV (Dachverband aus mehreren Verbindungen) ein erweiterter Freundeskreis ist. Im Gegensatz zu anderen Vereinen sind Verbindungen Lebensgemeinschaften, wo ihre Mitglieder auch nach dem Abschluss ein Leben lang in der Verbindung bleiben, aktiv an Stämmen und Anlässen teilnehmen dürfen und so der Kontakt unter den Mitgliedern der Verbindung über Generationen hinweg erhalten bleibt. Ich schätze dieses riesige Netzwerk enorm, und bin sehr froh dass es ein Teil von meinem Studi-Leben ist.

Anfangs waren die stark ausgeprägten Hierarchien und Traditionen im Verbindungsleben für mich etwas schräg; so ist der Umgang unter den Leuten mit gewissen Verhaltensweisen geregelt, wobei der «Fuchs» (Neumitglied) dem «Burschen» untergeordnet ist. Aber ich habe mich sich schnell daran gewöhnt, da sich alle an dieselben Grundsätze und Regeln halten und es somit wird als normaler Bestandteil des Verbindungslebens empfunden wird. Ich finde es schade, dass diese Eigenheiten gewisse Aussenstehende auf den ersten Blick abschrecken können. Es gibt es konservative und weniger konservativ eingestellte Verbindungsmitglieder, genauso wie es im echten Leben auch eine breite Palette and diversen Menschen gibt. Gerade die AV Orion ist ein bunt gemischter Haufen mit den unterschiedlichsten Studiengängen und politischen Einstellungen. Hinzu kommt, dass wir eine Reformverbindung sind und unser Wahlspruch «Metanoeite!» («Denket um!») lautet. So sind wir beispielsweise die erste Verbindung die auch Frauen aufgenommen hat oder am Anfang traditionelle Symbole wie eine Fahne abgelehnt haben.

Stempelt nicht alle sofort von Anfang ab und kommt doch vorbei, es sind alle Interessenten herzlich willkommen!

  • Laura Medizin, UZH
Location

UZH Campus

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