23.04.2021

Skyler ist mein Künstlerinnenname; im Studium bin ich einfach nur Claudia

Ich vergleiche das manchmal mit einem Hannah-Montana-Dasein. Es ist toll, ab und zu einfach Claudia sein zu können – auch wenn sich die Musikerin Skyler nie ganz von ihr trennen lässt.

Ich bin eigentlich ein riesiger Nerd. Ich liebe Filme und Bücher, deswegen studiere ich Anglistik und Filmwissenschaft an der UZH. Im Studium lerne ich immer wieder Dinge, die sich auf meine Musik auswirken, vor allem, wenn es ums Schreiben bzw. Songwriting geht. Seit Corona hat sich mein Alltag grundlegend verändert. Zu Beginn, als ich «normal» anfing zu studieren, hab ich praktisch nicht geschlafen. Ich ging zur Uni, dann ins Studio, dann vielleicht zu einem Interview und am nächsten Tag: repeat. Seit dem letzten Jahr haben sich die Dinge verlangsamt, das geniesse ich. Ich schaue jetzt regelmässig im Studio meine Vorlesungen. Ich habe das Gefühl, während dieser komischen Zeit sind wir alle mehr mit uns selber konfrontiert. Dadurch können noch authentischere Songs entstehen. Ich habe den Lockdown als fördernd erlebt für mein Songwriting. Ich konnte wirklich mal überlegen: Was will ich sagen?

Ich war schon als Kind sehr extrovertiert, ich wollte immer performen; ich hatte damals stets meine Ukulele dabei, weil meine Hände noch zu klein waren für die Gitarre. Zu meiner expressiven Art passten meine roten Haare. Sie sind zu meinem Markenzeichen geworden. Genauso wie der Name Skyler Wind. Daran gefällt mir, dass der Name Unisex ist. Zudem ist «Skyler» hier in der Schweiz äusserst selten. Und: «The Sky is the Limit» war schon immer mein Motto.»

 

Claudia Wind, Anglistik und Filmwissenschaft UZH

Location

UZH

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