10. Dezember 2017

Meine Mutter war die erste, die nach Generationen wieder nach Deutschland gekommen ist. Ich wollte ihre Kultur nun kennenlernen und habe dabei einige Kulturschocks erlebt. ...

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Im 19. Jahrhundert sind viele Deutsche nach Chile ausgewandert, so auch meine Vorfahren. Viele sind dann unter sich geblieben, haben deutsch gesprochen und deutsche Schulen besucht. Während meinem Auslandsemester, habe ich in einer sogenannten Mädchenschaft gelebt. Es wird vorausgesetzt, dass man Deutsch spricht, aber natürlich haben alle einen starken, spanischen Akzent. Dort haben wir deutsche Lieder gesungen und die Kultur geteilt. Es ist eigentlich wie eine Wohngemeinschaft mit einem gemeinsamen Dienstmädchen, das auch da gewohnt und geputzt hat.

Obwohl Chile ist im Vergleich zu anderen Ländern in Südamerika eher fortschrittlich ist, werden viele Dinge noch konservativ gehandhabt. Zum Beispiel ist Homosexualität noch nicht wirklich akzeptiert und die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann ist auf dem Level wie bei uns vor etwa 15 Jahren. Auffällig war, dass einem als Frau immer von Männern die Tür aufgehalten wird. Anfangs fand ich das noch ganz nett, aber irgendwann hat es mich genervt, denn wenn ich einem Mann mal die Tür aufhalten wollte, wurde es abgelehnt. Ich finde das ist nicht hilfreich, wenn Männer und Frauen gleichbehandelt werden sollten.