01. Dezember 2017

Letzten Donnerstag wurde ich zu einer ausserordentlichen Sitzung ins Geschäft der ZSUS gebeten. Als ich ins Büro kam, spürte ich sofort die bedrückte Stimmung meiner MitarbeiterInnen, die bereits wussten, was mir noch nicht gesagt wurde: Die Zentralstelle der Studentenschaft der Uni Zürich hatte gerade Konkurs gemeldet. ...

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Unser Team war bestürzt. Für die meisten MitarbeiterInnen bedeutet diese Nachricht den Verlust einer erfüllenden Arbeit und eines existenzsichernden Lohnes. Für die Studierenden bedeutet es das Verschwinden sämtlicher Studentenläden, Kioske, Druckereien und vieler weiterer Dienste.

Die Universität Zürich hatte sich vorgängig in Gesprächen mit der ZSUZ dagegen entschieden, Teile des Betriebes zu übernehmen oder gemeinsam weiterzuführen. Es fehle ihr an Budget aber auch an Zuständigkeit, um eingreifen zu können. Zeitgleich wurde den Studierenden in einem Rundmail mitgeteilt, dass die UZH in Zusammenarbeit mit dem VSUZH für ein Nachfolgeangebot sorgen wird, was die zuvor erwähnte Distanz zur Problematik in Frage stellt.

Viele kennen das schwarz-gelbe Giraffenmuster, aber nur wenige wissen, was alles hinter der ZSUZ steckt: Niemand wird die Arbeitsvermittlung mehr verwalten und auch die Campus Deals werden verschwinden. Im studentischen Alltag wurden unsere Leistungen sehr geschätzt und auch die Zusammenarbeit mit der UZH war immer gut. Deshalb kann ich mir wirklich nicht erklären, wie die Uni zulassen kann, dass etwas, das innerhalb von über 100 Jahren aufgebaut wurde, sich von heute auf morgen in Luft auflöst.

Aber der Entscheid wurde gefällt und ist definitiv. Ich bezweifle, dass die hinterlassene Lücke leicht gefüllt werden kann, aber wir schauen nach vorn. In Zukunft ohne den Kafi mit Giraffenmuster.                                                       

(Die Aussagen sind keine offizielle Stellungnahme ZSUSZ)