18. März 2018

Ich habe ihr gesagt, dass ich keine Fernbeziehung mehr führen möchte; es ist nichts Ganzes und nichts Halbes. ...

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Wir haben uns im Internet kennengelernt und führten erst eine Fernbeziehung. Dann stellte sich heraus, dass sie per Zufall ein Austauschsemester an der Humboldt Universität zu Berlin, wo ich damals wohnte, machen wird. Als ihr Semester dort vorbei war, musste sie natürlich wieder zurück in die Schweiz und ich hätte in Berlin bleiben müssen wegen meinem eigenen Studium. Ich habe ihr aber gesagt, dass ich keine Fernbeziehung mehr führen möchte; es ist nichts Ganzes und nichts Halbes und wenn man sich liebt, hat man irgendwann keine Lust mehr darauf, sich ständig zu vermissen.

Also machte ich Nägel mit Köpfen und entschloss mich dazu, mit ihr in die Schweiz zu ziehen. Aus meiner Vergangenheit hatte ich gelernt, dass man zwar viel für die Liebe machen kann, doch wenn ich dabei nicht auch meine eigenen Ziele verfolge, dann klappt das Ganze nicht. Wenn ich selber nicht glücklich bin, dann beschlägt das irgendwann die ganze Beziehung. Deshalb finde ich es wichtig, dass man sich gegenseitig bei den Zielen, die man sich selber steckt, unterstützt. Ich wohne jetzt für ein ganzes Jahr hier; ein Semester Praktikum und ein Austauschsemester. Im Sommer ziehen wir wieder zurück nach Berlin, wo sie dann ihren Doktor macht.

Eine Auslandserfahrung zu machen wäre mir nie in den Sinn gekommen, da dies schon meine zweite Ausbildung ist und ich eigentlich möglichst schnell mein Studium beenden wollte. So gesehen sind solche Dinge natürlich schon ein Wagnis, kann ja auch sein, dass die Liebe auf einmal nicht mehr so gut funktioniert wie bis anhin... aber sie war es mir wert und ich habe dafür alles auf eine Karte gesetzt, weil ich daran glaube, dass sie die richtige Frau für mich ist.