25. März 2018

Viele sind sauber, einige dreckig und übelriechend. Ein paar sind zentral und andere abgelegen. Und manche sind – und da wird’s wichtig – menschenleer, während andere total überfüllt sind: Frauentoiletten. ...

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 Angefangen hat alles im 2. Semester. Nach der ganzen Überforderung des Studienbeginns begann mir aufzufallen, dass immer um Pausenbeginn die Putzfrauen anfingen, ihre WC-Wägeli vor die Toiletten zu stellen. Und das natürlich genau da, wo ich immer hinwollte. Jetzt, nachdem bereits alle Studentinnen auf den Gängen waren, noch ein anderes WC anzusteuern, war als Frau sinnlos. Denn wer nicht eine ganze Pause mit voller Blase in den immensen Warteschlagen ausharren will, muss als Erste da sein.

Irgendwann habe ich begonnen, mir zu merken, wo die Putzfrauen zu welcher Zeit sind und auf welche Toiletten man gehen muss, um ihnen auszuweichen. Wenn man zusätzlich die Frauenströme zu den einzelnen Toiletten miteinbezieht, kann man ziemlich präzise vorhersagen, an welchem Ort man ohne anzustehen pinkeln kann. Denn viele zielen auf die zentral gelegenen WC’s und wissen (noch) nicht, wo man den Reinigungen und den Schlangen ausweichen kann.

Die WC’s an der Uni sind meistens wirklich sauber. Dennoch stellt sich einmal im Monat in so manchen Kabinen am Irchel ein klitzekleines Problem. Das taucht immer dann auf, wenn man als Frau möglichst subtil an den pinkfarbenen Plastiksäcklein rumklaubt und natürlich der ganze Toilettenraum exakt in diesem Moment plötzlich ganz still wird, damit es auch ja alle hören. Hat man es erst einmal geschafft, stellt man fest, dass man in einer der Kabinen sitzt, die keinen integrierten Abfalleimer besitzen. So wird erstmal tief geseufzt, während das Gehirn versucht zu überlegen, wie man dieses Säcklein einer schrillend pinken Farbe am unauffälligsten in einem draussen stehenden Abfalleimer entsorgen kann. Es gibt keine Lösung. In einem Walk of Shame läuft man folglich an all den wartenden Frauen vorbei, als wäre es nicht vollkommen natürlich. 

Für mich gibt es also eine Wissenslücke, die es zu füllen gillt: Die Kombination von NICHT durch Putzfrauen gesperrte Toiletten OHNE Warteschlange, aber MIT integrierten Abfalleimern.