01. Oktober 2018

Ich war zwölf Jahre alt, als ein Freund meiner Mutter mir seinen alten Laptop schenkte. Anfangs hatte ich noch nicht einmal Internet. Lediglich Pinball, dieses Computerspiel mit dem Flipperkasten, liess sich darauf spielen. ...

Sende ein Geschenk!

Eines Tages konnte ich meinen Laptop nicht mehr starten – er war defekt. Ich war völlig erstaunt, dass ich durch das Herunterladen einer Schadsoftware den Computer zerstört hatte. Von Neugier erfüllt, wollte ich diese ganze Technik, alles, was hinter dem Funktionieren eines Computers steckt, verstehen. Die darauffolgenden Weihnachten bekam ich ein Programmierbuch für Kinder geschenkt. Zu Beginn war es frustrierend: Ich beherrschte die Programmiersprache zwar grösstenteils, aber ich konnte meine Ideen noch nicht in diese technische Sprache übersetzen.

 

Das Programmieren ist mir manchmal noch immer ein Rätsel, doch es ist kein unlösbares mehr. Es erfüllt mich jedes Mal mit Freude und Stolz, wenn es mir dann tatsächlich gelingt meine ganz eigenen Vorstellungen umzusetzen. Dieser Moment des Erfolgs hat für mich etwas Magisches – ich habe das Programm selbst erfunden und auf einem technischen Gerät zum Laufen gebracht. Auf diese Weise kann ich meine ganz eigene Welt erschaffen, ich brauche lediglich einen Computer und dessen Sprache zu nutzen. Das Programmieren ist eine grenzenlose Welt. Das ist und wird wohl meine grösste Faszination bleiben.