25. November 2018

Mir wurde zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich gerade daran bin, einen meiner langgehegten Träume zu verwirklichen ...

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Letzte Woche durchsuchte ich ein Mäppchen mit Dokumenten, welches ich von zuhause mitgenommen habe. Dabei fiel mir ein handgeschriebenes Blatt in die Hände, das ausversehen in diesem Mäppchen gelandet sein muss: Meine Bucket List, die ich vor einiger Zeit angefangen habe aufzustellen. Nummer 14 auf der Liste war: „Für eine Weile in London leben“.

 Das war ein spezieller Moment für mich, ein kleiner Moment des Glücks. Mir wurde zum ersten Mal richtig bewusst, dass ich gerade daran bin, einen meiner langgehegten Träume zu verwirklichen. Solche leisen Momente des Glücks sind gar nicht so selten, seit ich hier in London bin. Ich schätze die kleinen Dinge bewusster, vielleicht weil ich weiss, dass meine Zeit hier begrenzt ist. Einfache Freuden wie mit einem guten Buch und Kaffee ausgerüstet in den sonnendurchfluteten Kensington Gardens zu sitzen oder an Halloween mit neuen Freunden Kürbisse zu schnitzen und dabei lauthals Weihnachtslieder zu singen – das sind Momente, an welche ich mich immer erinnern werde!

Klar bedeutet ein Austauschsemester einen gewissen Aufwand, vom Bewerbungsprozess bis hin zur Wohnungssuche und Modul-Kompatibilitäts-Abklärungen. Aber es gibt einem auch so viel zurück; der graduelle Wechsel von einer fremden Stadt zu einem neuen Zuhause und tolle Menschen, welche zu Freunden werden. Für uns als Humans of UZH Journalistinnen, die dieses Semester in Perth und London unterwegs sind, ist es zusätzlich eine wunderbare Chance, Einblicke in eine andere Uni zu bekommen und Menschen aus einem ungewohnten, neuen Umfeld zu portraitieren.