06. Januar 2019

Wenn du immer allein arbeitest und nur auf dich schaust, kannst du kein erfülltes Leben führen ...

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Ich mache Synchroneiskunstlauf. Früher war ich im Team Oerlikon, doch mit dem Studium wurde das intensive Training leider zu viel, weshalb ich den Sport mittlerweile nur noch als Hobby mache.

Ich finde es schade, dass nicht mehr Menschen von diesem Sport wissen, denn die meisten kennen nur den Einzellauf. Da Synchroneiskunstlauf noch keine Disziplin bei den Olympischen Spielen ist, bleiben die ausserordentlich guten und leistungsorientierten Läuferinnen beim Einzellauf. Ich denke, bei uns haben die Synchroneiskunstläuferinnen eine etwas andere Einstellung: Sicherlich sind wir diszipliniert, aber im Team herrscht eine lockere Stimmung. Ich habe fast nirgends so viel Spass und lache so viel wie beim Training. Teamgeist und gegenseitige Unterstützung ist das Wichtigste: Alle sind füreinander da.

Meiner Ansicht nach ist Synchroneiskunstlauf deshalb so grossartig, weil erst durch das gemeinsame Eiskunstlaufen etwas Schönes kreiert werden kann. Das ist wirklich essentiell, denn wenn ich mich immer nur auf mich konzentriere und nicht auf die anderen schaue, dann sieht das Gesamtbild nicht ästhetisch aus. Man muss mit den Teamkolleginnen arbeiten, sodass die einzelnen Läuferinnen miteinander harmonieren. Eigentlich ist es eine Metapher für das Leben: Wenn du immer allein arbeitest und nur auf dich schaust, kannst du kein erfülltes Leben führen. Durch das Interagieren mit den Menschen um dich herum wird das Leben erst wertvoll – denn geteiltes Glück ist doppeltes Glück.