24. Februar 2019

Ich war über die No-Billag Initiative so beunruhigt, dass ich sogar gespendet habe, um ihre Realisierung zu verhindern. Das war das erste und einzige Mal, dass ich einen politischen Zweck unterstützt habe ...

Sende ein Geschenk!

Die Unruhen innerhalb der Medienwelt scheinen vorerst kein Ende nehmen zu wollen. Neuestes Eklat: Der Spiegel-Skandal. Der tiefe Fall eines angesehenen Journalisten aus dem prestigeträchtigen Hause Spiegel, der sich die Treppen seines Erfolges mit Schwindeleien empor geschlichen hat. Wenn sich solche Vorfälle sogar innerhalb renommierter Journalisten-Kreise ereignen, ist der Schaden für das Ansehen der Presse ungemein hoch. Wie soll ich als Leser damit umgehen? Handelt es sich um einen Einzelfall oder müsste ich meine Lesegewohnheiten ändern?

Ein mediales Aufbauschen dieses Skandals ist in meinen Augen der falsche Weg damit umzugehen. Das senkt das Vertrauen in den Journalismus weitaus mehr als es müsste. Wenn ich Zeitung lese, dann hinterfrage ich zwar das Gelesene. Aber ich werde nie in der Lage sein, alles Geschriebene zu überprüfen. Deshalb ist es wichtig, dass Aufdeckungs- und Aufklärungsarbeit geleistet wird – und genau dafür bedarf es eben Qualitätsjournalismus. Es wäre unsinnig gewesen ihm die Unterstützung zu versagen, schliesslich brauchen wir ihn in dieser Zeit mehr denn je.

 

Tipp der Redaktion: Bei der NZZ gibts jetzt alle online Inhalte für 5 Stutz im Monat - nur für Studis!