10. März 2019

Für mich ist klar: Wir haben keine andere Erde, es ist fünf vor zwölf und es braucht die aktive Unterstützung von jeder geistig mündigen Person ...

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Schon beim ersten Klimastreik im Dezember wusste ich, dass ich die Bewegung nach Kräften unterstützen will, sei das durch das Sprayen von Transparenten oder beim Plakatieren. Denn die letzten dreissig Jahre haben gezeigt, dass in Wirtschaft und Politik nichts geschieht, was über Lippenbekenntnisse hinausgeht. Deshalb ist es nun wichtig, dass wir uns als breite politische Bewegung formieren. Erst gemeinsames Handeln erzeugt Druck auf die Politik; individuelle Verhaltensveränderung allein kann die Klimakrise nicht abwenden, denn das Problem ist ein systemisches, ein kapitalismus-inhärentes. Doch wir können etwas beeinflussen, wenn wir uns wieder stärker als politische Wesen wahrnehmen und gesellschaftliche Verantwortung tragen. Denkt kritisch, hinterfragt Konventionen!

Je mehr ich mich mit der Umweltthematik auseinandergesetzt habe, desto mehr hat es mich gelähmt und traurig gemacht, da ich oft keinen Ausweg sah. Doch die Chance, nun endlich etwas verändern zu können und all den Pessimismus in Optimismus umzuwandeln, gibt mir wahnsinnig viel Zuversicht. Selten habe ich mich so sinnvoll gefühlt, wie an dem Abend, an dem ich vom nationalen Klimastreik-Treffen zurückgekommen bin. Dass ich dabei Menschen verschiedenster Altersgruppen treffe, finde ich einen weiteren wunderbaren Aspekt dieser Bewegung. Beim gemeinsamen Engagement tritt viel Anderes in den Hintergrund; von wo man kommt, wer man ist oder an welchem Punkt im Leben man steht. Auch wir Student*innen müssen jetzt aus dem Elfenbeinturm herauskommen und solidarisch mit den Schülern*innen auf die Strasse gehen.

Ich fordere deshalb jede*n Student*in, jede*n Schüler*in und jeden Menschen in der Zivilbevölkerung auf, Teil dieser Bewegung zu werden und am Klimastreik in Zürich am Freitag, 15.3. teilzunehmen. Zusammen können wir so viel verändern.