28. April 2019

Es geht nicht darum, dass Flüchtlinge hilfsbedürftig sind und wir privilegierten Studierenden ihnen helfen müssen ...

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Die Umstände, welche Menschen zur Flucht zwingen, werden sich nicht so bald verbessern. In dieser Situation geht es darum, Realitäten zu schaffen, damit sich Personen aufgenommen fühlen können. Für mich bietet «Students Across Borders» eine optimale Gelegenheit, mich zu engagieren.   

Im Vordergrund steht die Förderung des sozialen Austausches zwischen Menschen mit Fluchterfahrung und den Studierenden. Personen mit unterschiedlicher Herkunft leben oft aneinander vorbei und wir wollen erreichen, dass der soziale Austausch alltäglicher wird. Deshalb organisieren wir verschiedene Events wie Kochabende oder das 1:1 Deutschprojekt nicht primär, um unterstützend zu wirken, sondern um Zeit miteinander zu verbringen, sich kennenzulernen und Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt zu bilden.  

Oft kommt das Thema Flucht gar nicht zur Sprache. Denn wenn ein Mensch zum ersten Mal an einen Event kommt, kennen wir uns ja noch gar nicht und da spricht man auch nicht über solche persönlichen Geschichten. Für mich ist es sehr wichtig, dass der soziale Austausch auf der gleichen Ebene stattfindet: Es geht nicht darum, dass Menschen mit Fluchterfahrung hilfsbedürftig sind und wir privilegierten Studierenden ihnen helfen müssen. Meine Motivation für das Mitwirken an diesem Projekt ist das Interesse, mich mit anderen Menschen und Geschichten auseinanderzusetzten.  

Es fasziniert mich immer wieder, wie durch reine Willenskraft und das Engagement junger Menschen etwas so Grossartiges auf die Beine gestellt werden konnte. In unserem 1:1 Deutschprojekt konnten wir bereits über 300 Tandems zusammenbringen. Es ist berührend zu sehen, dass einfache Mittel solch eine grosse Auswirkung haben können und der bedeutsame Austausch unterschiedlicher Menschen gefördert werden kann.