21. April 2019

Manchmal ist eine Zigarre eben nur eine Zigarre. Nicht alles hat eine tiefere Bedeutung und das muss es auch nicht ...

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Das subjektive Erlebnis eines Films zeigt sich wohl gut beim Betrachten der unterschiedlichen Rezensionen: Letztens habe ich den Film «The Last Jedi» gesehen und später im Internet diverse Filmkritiken gelesen. Ich persönlich habe den Film sehr genossen und verstand nicht, wie so viele Menschen diesen Film kritisieren und irgendwelche Bedeutungen hineininterpretierten. Ich sehe ja schon, woher ihre Kritik kommt, aber ich glaube, viele Menschen projizieren ihre eigenen Gedanken in den Film hinein.

Stets ist ein Film, eine Serie oder ein Text anti-feministisch oder feministisch, beinhaltet eine politische Anspielung oder weist sonst einen versteckten, tiefsinnigen Gehalt auf. Wie bei Winnie The Pooh: Das Ferkel hat Angststörungen und Winnie The Pooh leidet unter Depressionen. Ich sehe durchaus ein, dass die Sendung gewisse Parallelen zu psychischen Erkrankungen aufzeigen könnte, aber man sollte sie im Kontext betrachten. Es könnte doch genauso eine unterhaltende Sendung für Kinder mit diversen spannenden and authentischen Charakteren sein.

Es ist interessant, Dinge zu analysieren und hineinzuinterpretieren und ich denke es gibt für uns Menschen einen Grundreiz, nach einer immer tieferen Bedeutung zu suchen. Ich bestreite nicht, dass es Symbolkraft gibt, die man beispielsweise in Filmen nutzen kann, aber es muss nicht immer alles symbolisch aufgeladen sein. Äusserte sich nicht selbst Freud, der bekanntlich überall das Sexuelle reinlas, einmal dazu: «Manchmal ist eine Zigarre eben nur eine Zigarre.» Nicht alles hat eine tiefere Bedeutung und das muss es auch nicht.