01. Oktober 2019

Neu an der schönsten geistigen Bildungsstätte der Schweiz? Nun dann - nichts ist so wertvoll, wie ein paar gut gemeinte, einweisende Ratschläge. De Nada. ...

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1. Wähle deine Gspähnli sorgfältig

Wähle den Kreis deiner engsten Studien-Kompagnons klug, mit Vorsicht und Bedacht. Es werden nämlich deren liebsame Gesichtlein sein, die dich tagein tagaus und vor allem aber bis zum bitteren Ende, auf deinem akademischen Werdegang begleiten. Sollte dir eines davon aus irgendeinem unerklärlichen Grund irgendwann missfallen, so ist es eher schwierig, besagtes Antlitz problemlos deiner kleinen Organisation zu verweisen. Vorausgesetzt, es sucht aufgrund eigenen Missgeschicks - und eher unfreiwillig - nicht schon vorher das Weite.

 2. Organisationstalente sind gefragt

Wenn wir schon bei der Gruppenauswahl sind - siehe zu, dass ein Truppenangehöriger mit von der Partie ist, der einen besonnen Eindruck auf dich macht. Das sind meist jene Individuen, die schon am ersten Tag einen Whatsapp Gruppenchat mit ausserordentlich langweiligem Namen gründen (du bist jene Person, die ihm später ein frecheres Upgrade verpasst). Fakt ist, es ist unabdingbar, mindestens eine Person mit dem Status eines organisatorischen Alphatiers im nahen und stets abrufbaren Umfeld zu haben. Wenn niemand weiss, wann der Abgabetermin ist, in welcher Zimmer die Lektion stattfindet und welches Buch es zu kaufen gilt, so musst du dir diese Informationen mühsam auf eigene Faust zusammenklauben. Gleichzeitig läufst du damit Gefahr, deine eigene Person der informativen Ausbeutungsgefahr auszusetzen, was einem doppelten Verlustspiel gleichkommt.

3. Der Das-Handtuch-und-der-Liegestuhl-Trick

Sobald die Lernphase eingeläutet ist, da blüht der ganze Campus plötzlich vor Leben nur so auf. Hotspots sind vor allem die Lernplätze: belegt, wohin dein lernbegieriges Auge reicht. Wo genau die Besetzenden (sogenannten Schatten-Studenten) das ganze Jahr über waren, nun, das weiss niemand so genau (am wenigsten sie selbst). Unfair aber für dich, der/die voller Euphorie und Tatendrang, jede einzelne Vorlesung konsequent besucht hat und das Uni-Leben so zelebriert. So richtig siehst du die Angehörigen dieser Gruppierung aber trotzdem nicht, denn nur Bücher und Laptops liegen verwaist auf den Tischchen. Der Trick: Steh um 08.00 Uhr vor der Bibliothek, werf deine Bildungsmaterialien galant und unverfroren auf einen der Tische und verabschiede dich in den verfrühten Znüni (der nach studentischer Uhr bis in den späten Nachmittag dauert). Hauptsache dabei sein, das ist hier das Motto. Und so lässt auch du deinen Schatten zurück.

 

Und für die alten Hasen: 13 wertvolle Tipps, wie du dieses Semester in neuem Glanz erscheinst.