07. November 2019

Ein Vorlesungssaal wurde besetzt, Flyer fliegen durch die Luft, Transparente hängen von den Unigebäuden und eine Demo durch ganz Zürich startete vor dem Hauptgebäude der UZH. Was ist gerade los? ...

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Die Protestaktion vom Dienstag bezieht sich auf den Einmarsch der türkischen Armee in Syrien. Spezifisch: Auf den Einmarsch in Rojava, ein autonomes Gebiet, welches sich auf 3 Grundprinzipien stützt: Demokratie, Feminismus und Ökologie.

Aufgrund des Angriffs auf diese drei Grundpfeiler fühlen sich mehrere Organisationen und Menschen in der Schweiz mitbetroffen, unter anderem das Feministische Streikkollektiv, Klimastreik Schweiz und die hier lebenden Kurd*innen.

Der Krieg gegen Rojava ist ein Krieg gegen die Idee der demokratischen Selbstbestimmung, gegen die Freiheit und gegen die Befreiung von FTIQ* (Frauen*, Trans*, Inter* und Genderqueere Menschen).

Doch wieso findet die Protestaktion an der Uni Zürich statt und nicht wie sonst am Helvetiaplatz?

Das Ziel sei, möglichst viele Studierende zu mobilisieren, auf die Thematik aufmerksam zu machen und zu mobilisieren. Zudem will aber auch auf den Missstand aufmerksam gemacht werden, dass wir alle ganz normal unseren Uni-Alltag bestreiten können, während in Syrien gerade ganze Dörfer zerbombt werden. Mit den Demonstrationen erhoffen sich die Teilnehmenden, dass die Schweiz Sanktionen gegen die Türkei vornimmt. Die Bilder der Aktionen gelangen auch zu den Menschen in Rojava und zeigen ihnen, dass sie nicht allein sind.

Wenn du also auch Solidarität zeigen möchtest, dann marschier mit!

Was denkst du darüber? Gehören solche Protestaktionen an die Uni?