29. Dezember 2019

“Seit ich Vater bin...” - So fängt mittlerweile jeder Satz von mir an. Er klingt aber auch gut, quasi so, als wäre ich jetzt schon von oben bis unten mit Weisheit gesegnet ...

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Das erste, was ich dachte war: “Jetzt ist er also da”. Ich wollte einfach nur sehen, wie er aussieht. Während der Schwangerschaft konnten wir nur Bruchteile von ihm wahrnehmen: von einem kleinen Kick hie und da bis zum ordentlichen Schluckauf (ganz mein Sohn). Entsprechend gross war die Neugierde. 

Vaterschaft und Student-Sein lässt sich so weit gut unter einen Hut bringen - aber frag mich in der Lernphase nochmal, ich befinde mich derzeit nämlich in meinem ersten “Papi-Semester”. Ich muss aber sagen, unser Sohn macht es uns bisher ziemlich einfach: Er ist ein sehr fröhliches Kind, schläft gut durch und quengelt weniger als ich. 

Meine Verlobte ist Schweizerin, ich bin ägyptischer Herkunft. Das, was ich ihm auf seinem Weg mitgeben möchte, ist die arabische Sprache. Sprachen sind ein Geschenk. Zumal Arabisch im Erwachsenenalter bekanntermassen auch nicht so einfach zu erlernen ist. 

Was sich am meisten verändert hat, seit ich Vater bin? Vermutlich, wie ich zu unserer Umwelt stehe. Ich war zwar nie ein Verschwender oder Umweltsünder, aber jetzt recycle ich beispielsweise so penibel wie noch nie zuvor. Ich möchte, dass er in Zukunft etwas von der Natur zu sehen bekommt. Klingt klischeebehaftet - ist aber die volle Wahrheit. Aber ihr werdet es schon noch verstehen - spätestens dann, wenn ihr selbst, Vater (bzw. Mutter) seid ;)