19. Oktober 2015

​Mein bestes Erlebnis? Ich habe es generell nicht so mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach einer Stunde im Zug begann ich langsam, mir Gedanken zu machen. Eigentlich müssten wir doch langsam hier sein, oder? ...

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Mein bestes Erlebnis? Ich habe es generell nicht so mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Viel lieber bin ich mit dem Fahrrad unterwegs was in der Velostadt Winterthur auch gut machbar ist. In den diesjährigen Sommersemesterferien war eine Zugfahrt aber nicht zu vermeiden: Ich musste nach Chur reisen, weil ich zwei Wochen Landdienst bei einem Bündner Bauern leisten wollte. Ich kenne den Alltag in der Landwirtschaft aus meiner Kindheit: Meine Nachbarn waren eine Bauernfamilie, und ich mochte es schon damals, mit anzupacken und im Dreck zu wühlen. Die Arbeit erwies sich übrigens auch als perfekter Ausgleich zum Studentenalltag.

Aber zurück zu meiner Reise-Story: Von Winterthur fuhr ich nach Zürich, und bin dort umgestiegen. Nach einer Stunde im Zug begann ich langsam, mir Gedanken zu machen. Eigentlich müssten wir doch langsam hier sein, oder? Als dann aber die Durchsage kam, dämmerte es mir langsam: "Wir treffen pünktlich in Basel ein und bitten alle Gäste auszusteigen. Das war nun wirklich am anderen Ende der Schweiz, und der Bauer ging wohl auch langsam ins Bett (Kommentar der Redaktion: "Das schlimme wahr wohl nicht, dass Sie falsch gefahren ist, sondern dass es ausgerechnet Basel sein musste..."). Ich habe ihn dann angerufen, er lachte mich zuerst einmal aus und meinte dann, ich solle doch am nächsten Tag anreisen. Aber ich wollte unbedingt hin und habe es dann auch noch geschafft. Der Bauer ist Gott sei Dank extra wach geblieben. Heute habe ich noch immer ein schlechtes Gewissen, weil er die ganze Woche noch an Schlafmangel litt.