12. November 2015

Als es das Erasmus-Programm noch gab, ging ich für ein Semester nach Paris. Man hat gemerkt, dass es uns in Zürich und in der Schweiz allgemein sehr gut geht, was die Infrastruktur anbelangt. In Frankreich gab es an der Uni beispielsweise keine Beamer in den Hörsälen ...

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Als es das Erasmus-Programm noch gab, ging ich für ein Semester nach Paris. Man hat gemerkt, dass es uns in Zürich und in der Schweiz allgemein sehr gut geht, was die Infrastruktur anbelangt. In Frankreich gab es an der Uni beispielsweise keine Beamer in den Hörsälen, und die Administration war eine Katastrophe (Kommentar der Redaktion: "Dafür gab es aber sicher tolle Frosch-Schenkel und Schnecken in der Mensa!").

Es gab einen bestimmten Tag, an dem man persönlich hingehen musste, um seine Module zu buchen. Wir an der UZH sind sehr privilegiert, dies online per Mausklick und über eine lange Zeitspanne zu tun. Aber das Auslandsemester war eine tolle Erfahrung. Ich finde auch, dass die Uni Zürich eine gute Auswahl an Partneruniversitäten hat. Man kann sich relativ viel anrechnen lassen, aber die Uni Zürich hat auch ziemlich viele eigene Kriterien und kontrolliert ganz genau, was man macht. Seminararbeiten muss man zum Beispiel nochmals abgeben, erst dann gibt es Punkte. Aber das Auslandsemester war eine tolle Erfahrung. Paris und auch andere Städte sind sprachlich gesehen sehr sinnvoll. Ich finde es gut, wenn man eine Fremdsprache beherrscht. Die Wohnungssuche stellte sich in Paris als sehr schwierig heraus. Die ersten zwei Wochen lebte ich in einem Hostel, gleichzeitig habe vor Ort immer Wohnungen angeschaut. Es ist sehr teuer, innerhalb des Metrosystems etwas zu finden - wer bezahlbaren Wohnraum sucht, ist recht schnell ausserhalb der Stadt. Eigentlich wollte ich immer mit Franzosen zusammen leben, da man dann sprachlich noch zusätzlich profitieren kann. Schlussendlich ging es aber wirklich nur noch darum, eine Bleibe zu finden, und ich zog mit einem Schweizer Kollegen zusammen.