21. März 2016

Momentan schreibe ich gerade einen Artikel über die Economic Freedom Fighters (EFF), eine radikale, aus Wut und Enttäuschung über die vergangenen Jahre geborene Partei, die sich für die mehrheitlich schwarze soziale Unterschicht in Südafrika einsetzt ...

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Über mein Studium möchte ich eigentlich nicht schreiben. Und das werde ich auch nicht. Nur gerade so viel: Ich habe Publizistik und BWL studiert, wie ganz viele andere auch, und abgeschlossen habe ich deshalb, weil ich alles, was ich beginne, bis zum Ende durchziehen muss. Abbrechen käme ja einem menschlichen Versagen gleich, nicht wahr. Bereuen tu ich es dennoch nicht, da alles, was bisher darauf folgte, meine Erwartungen eindeutig übertroffen hat. Nach meinem Bachelorabschluss im Juli 2015 habe ich ein Praktikum auf der Medienstelle des SRF absolviert, das im Januar zu Ende war. Seither befinde ich mich in Kapstadt, wo ich für ein Onlinemagazin schreibe. Momentan schreibe ich gerade einen Artikel über die Economic Freedom Fighters (EFF), eine radikale, aus Wut und Enttäuschung über die vergangenen Jahre geborene Partei, die sich für die mehrheitlich schwarze soziale Unterschicht in Südafrika einsetzt. 

Vor dem Interview mit dem Vorsitzenden des Western Cape des EFF war ich ein wenig nervös, da ich als vergleichsweise wohlhabende, weisse Schweizerin so gar nicht in die Zielgruppe des EFF gehöre. Schlussendlich habe ich das Ganze unversehrt überstanden und kann die Grundidee des EFF sogar nachvollziehen. Mir ist durchaus bewusst, wie jung Südafrikas Geschichte ist, und dennoch bin ich beeindruckt, wie stark die Apartheid noch immer präsent ist und in welchem Ausmass die Politik (und auch ganz viel anderes) in Südafrika noch immer von Rassismus bestimmt ist. Kapstadt bzw. Südafrika aus einem journalistischen Blickwinkel zu betrachten, ist wahnsinnig faszinierend. Zusätzlich hat dieser Ort eine enorm entschleunigende Wirkung, da alles so unglaublich langsam geht wenn es denn überhaupt geht. TIA, "This is Africa" wird das genannt, und ich glaube, so manchem Schweizer würde ein wenig TIA gut tun.