29. November 2016

Ich finde es schade, dass ein Großteil der Studenten an der Uni Zürich oder auch an der ETH eigentlich nicht zu schätzen weiß, was sie haben. Nämlich, dass sie den ganzen Tag an einer Universität mit sehr gutem Ruf verbringen können ...

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„Ich bin frei, kann tun und lassen was ich will und habe viele Menschen, die mir helfen, das zu erreichen, was ich möchte. Ich kann Professoren nach ihrer Meinung fragen und lernen und lesen, worauf ich Lust habe. Das wird einfach als selbstverständlich angesehen. Ich finde es schade, dass ein Großteil der Studenten an der Uni Zürich oder auch an der ETH eigentlich nicht zu schätzen weiß, was sie haben. Nämlich, dass sie den ganzen Tag an einer Universität mit sehr gutem Ruf verbringen können. Dass sie ohne Geldsorgen – ich meine richtige Geldsorgen, nicht „Oh nein ich habe drei Franken zu wenig, jetzt komme ich nicht ins Gonzo!“-Sorgen – in einer wunderschönen sicheren Stadt leben können. Sie reklamieren den ganzen Tag darüber, wie streng dass es an der Uni sei, statt zu schätzen, wie schön sie es haben. Sie können viele Jahre ihres Lebens mit Studieren und Forschen verbringen oder damit, darüber nachzudenken, was sie mit ihrem Leben eigentlich anfangen wollen.
Wir können alles ausprobieren, haben ein riesiges Angebot an Aktivitäten, können in alle Bibliotheken gehen, Sport machen, in der Mensa essen oder spät abends noch ins Careum lernen gehen. Und und und... Wir haben einen riesigen Service zur Verfügung und das schätzen nur sehr Wenige. Im Vergleich dazu gibt es Jugendliche, die sich mit vierzehn, fünfzehn Jahren für eine Berufslehre entscheiden müssen und für den Rest ihres Lebens krampfen. Möglicherweise haben sie mit fünfzig Knie- oder Rückenprobleme. Außerdem verdienen sie sehr viel weniger als alle, die an der Uni studiert haben. Wenn man sich das so überlegt, sollten wir Studenten wirklich glücklich und zufrieden mit unserem Leben sein. Die Leute sind sich dessen eigentlich schon bewusst. Heutzutage ist es einfach normal, dass man im Gymi war und dann an die Uni geht. Und das ist eigentlich einfach nicht normal in anderen Ländern.
In Griechenland kann man zB. zwar die Matur machen, danach muss man sich aber überlegen, wie man sich das Studium finanziert. Auch in Amerika stellen sich die Jugendlichen dieselbe Frage. Wir haben so viel Glück hier und sollten das einfach schätzen.