07. Dezember 2016

Da es uns beide interessiert, mache ich diese Arbeit zusammen mit meinem Freund. Viele denken vielleicht, dass das überhaupt nicht geht. Aber es ist eigentlich sehr lässig. Es ist nicht immer nur voll easy, aber ...

Sende ein Geschenk!

„Im Moment ist die Bachelorarbeit so ziemlich das Einzige, was ich in meinem Leben habe. Ich fühle mich, als wäre ich ein mega Nerd! Ich studiere Umweltingenieur im siebten Semester an der ETH. Damit es nicht so streng ist, habe ich das Studium ein bisschen länger hingezogen. Nun bin ich intensiv an meiner Bachelorarbeit. Das Thema ist Bodenchemie. Genauer gesagt, Quecksilber kontaminierte Böden. Es geht darum, herauszufinden, welche Faktoren die Löslichkeit des Quecksilbers in den Böden beeinflussen. Dafür haben wir mit Bodenproben aus dem Wallis im Labor Experimente gemacht. Mich faszinieren Bodenwissenschaften deswegen, weil es so viele verschiedene Faktoren gibt, die die im Boden ablaufenden Prozesse beeinflussen. Das Ganze ist wie ein großer Kreislauf.
Es fühlt sich an, als wäre ich Tag und Nacht damit beschäftigt. Das kommt davon, dass man die Arbeit im Labor nicht so gut vorausplanen kann. Vor allem als Anfängerin ist es schwer einzuschätzen, wie lange alles dauert und oft dauert es viel länger, als man dachte. Die Arbeit macht mir aber großen Spaß und ich habe viel Neues gelernt. Es war eine coole Erfahrung. Ich schätze es auch, einen Einblick darin zu bekommen, wie der Forschungsalltag der Doktoranden aussieht.

Da es uns beide interessiert, mache ich diese Arbeit zusammen mit meinem Freund. Viele denken vielleicht, dass das überhaupt nicht geht. Aber es ist eigentlich sehr lässig. Es ist nicht immer nur voll easy, aber bis jetzt hat es wirklich gut funktioniert. Ich finde es angenehm jemanden zu haben, mit dem man immer alles besprechen kann. Wir helfen uns gegenseitig, zum Beispiel mit der Laborarbeit oder dem Berichtschreiben. Wegen der Arbeit sehen wir uns momentan wirklich jeden Tag. Das ist eigentlich schon easy und auch schön, man freut sich ja immer, sich zu sehen. Aber manchmal ist es schwer, weil man halt nicht die Freizeit miteinander verbringt, sondern die Arbeitszeit. Dadurch ist man immer leicht unter Stress, was sich dann auch auf den Umgang miteinander auswirkt. Obwohl ich eigentlich immer noch finde, dass wir keinen kalten oder unfreundlichen Umgang miteinander haben. Und es ist cool, wenn man eine Faszination für etwas miteinander teilen kann.“