10. Januar 2017

In Schwamendingen zu wohnen bietet einem die Chance, jeden Tag Zeuge einer abstrakten Begebenheit zu werden. Mit dem Tram 7 kann man direkt von der Bahnhofstrasse hinkommen und jedes Mal ergibt sich eine kleine Verwandlung ...

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Von der Architektur der Gebäude, bis zu den Schaufenstervitrinen. Von der Kleidung der Menschen bis zum Lachen, dass ihre Gesichter schmückt. Die hektische und gleichzeitig „noble“ Bahnhofstrasse weicht einer multikulturellen, weniger präzise organisierter Gemeinde. Menschen kommen zum Vorschein, die es so eilig haben, dass sie in ihrem unaufhaltsamen Lauf fast alles umrennen. Das Gefühl, dass jeder sein gesetztes Ziel so schnell wie möglich erreichen will, weicht dem einer akzeptierender und mitfühlender Gesellschaft. Auch wird die Mentalität des „Catwalks“ von den meisten abgeworfen, sobald sie diese Strasse verlassen. Ich will allerdings nicht zu hart mit den Menschen sein, die ich da ins Gericht ziehe. Ich bin nicht von hier und erzähle nur, was für einen Eindruck ich in dem einen Jahr in welchem ich Zürich und seine Umgebung mein Zuhause nenne, gewonnen habe. Mir kommt es vor als wären es zwei verschiedene Städte. Städte, die nicht mal im gleichen Land sind. Dieser abrupter und leicht aggressiver Wandel vollzieht sich in nur wenigen Minuten. Ein gewöhnungsbedürftiges Erlebnis, welches sich da jeden Morgen und Abend vor mir abspielt. Dennoch ist es sehr interessant und sicherlich auch leicht aufregend.