07. Oktober 2016

Als Trash Heros musste ich mich wortwörtlich in eine Schlammschlacht begeben ...

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Vor drei Jahren arbeitete ich mit ein paar Freundinnen als Trash Hero am Openair St. Gallen. Es war ein Jahr in dem es die ganze Zeit regnete, wodurch das Gelände in ein riesiges Schlammbad verwandelt wurde. Wir hatten unser Zelt oberhalb des Tobels im Wald aufgeschlagen, dort dachten wir es sicher vor dem Wetter. Als wir jedoch am Abend kurz zum Zelt zurückkehren wollten, machte uns der Schlamm einen Strich durch die Rechnung: Der ganze Hang war von einer Schlammlawine heruntergeschwemmt worden. Unser Zelt stand jedoch glücklicherweise noch oben. Ich machte mich also im Dunkeln und schon in Feierlaune zum Zelt auf. Ich benutzte zwei Zeltpavillonpfosten als Kletterstöcke. Der Auf- und Abstieg gelang nur mühsam, und wir merkten, dass wir uns eine neue Übernachtungsmöglichkeit suchen mussten. So schliefen wir eher schlecht als recht auf harten Bänken im Helferzelt, wo um vier Uhr morgens Suppe serviert wurde. Unter diesen Umständen freuten wir uns darüber, um 6:00 Uhr die erste Schicht antreten zu dürfen und somit dieser Nacht endlich den Rücken zu kehren. Rückblickend lachen wir nun alle immer wieder gern darüber. Man sollte sich in solchen Momenten einfach vorstellen, wie und wem man die Geschichte später erzählt, dann ist alles halb so schlimm.