06. März 2017

Ich kenne auch in meinem Umfeld einige Personen, die an psychischen Erkrankungen, wie Depressionen leiden. Es macht mich wütend, zu wissen, dass ihnen wohl besser geholfen werden könnte, wären da nicht diese starken Regressionen ...

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In der Psychologie interessiere ich mich vor allem für die Medikations- und Substanzenforschung. Es gibt viel Potenzial in Hinblick auf Behandlung von psychischen Erkrankungen. Doch die willkürliche Gesetzgebung verbietet zu weiten Teilen psychoaktiven Substanzen und legt so auch der Forschung viele Steine in den Weg. Dabei lassen sich die Chancen, die uns da entgehen nicht abstreiten. Neuste Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass mit gewissen psychoaktiven Pilzen soziale Ängste wesentlich leichter überwunden werden können. Gäbe es gross angelegte Tests, die sich auf eine Entwicklung neuartiger psychoaktiver Medikamente und den dazugehörigen Therapieansätzen konzentrieren würden, könnte man wohl sehr weit kommen.

Ich kenne auch in meinem Umfeld einige Personen, die an psychischen Erkrankungen, wie Depressionen leiden. Es macht mich wütend, zu wissen, dass ihnen wohl besser geholfen werden könnte, wären da nicht diese starken Regressionen. Bereits auf dem Markt erhältliche  Antidepressiva können natürlich helfen, doch müssen diese über einen langen Zeitraum eingenommen werden und haben im Schnitt nicht sonderlich hohe Erfolgsquoten.


Eine grosse Rolle spielen sicherlich die Normvorstellungen, die in vielen Köpfen verankert sind. Man soll besser die Finger von Canabis, MDMA, LSD und generell von allem lassen, was das Gesetz verbietet. Ich möchte Drogen nicht generell gutheissen und es stimmt, dass auch genau diese psychoaktiven Substanzen bei entsprechender genetischer Veranlagung selbst Auslöser für psychische Erkrankungen sein können und natürlich auch Nebenwirkungen haben. Jedoch lässt sich ähnliches über Medikamente sagen, die bereits auf dem Markt sind. Ich bin sicher, dass bei umfangreicher Forschung die Risiken auf ein Minimum reduziert werden können.

Zudem denke ich, dass es wichtig ist, dass vor allem Personen, die in der Psychologie in einem therapeutischen Umfeld arbeiten, generell sehr tolerant und flexibel sein sollten. Oft wird ein gewisses „Schema F“ angewandt und die vielen verschiedenen Individuen über einen Kamm geschert oder es wird fälschlicherweise angenommen, dass was gut für sich selbst ist oder der Norm entspricht, sei sicher auch das Richtige für die behandelnde Person. Der Fokus liegt meines Erachtens zu stark auf der Gesellschafts- und Leistungsfähigkeit eines Menschen - was natürlich auch wichtig ist - aber nur ein Teil des Therapieumfangs sein sollte. Die Folge ist, dass diejenigen, bei denen das Problem nicht an den Wurzeln gepackt wurde, wieder rückfällig werden. Ich denke, ein allumfassenderer Blick auf die Person würde dem therapeutischen Vorgehen guttun, auch individuelle Wertvorstellungen und Wüsche, sowie der kulturelle Hintergrund sind wichtige Faktoren.