09. Mai 2017

Vor unserer Haustür stand ein Feuerwehrmann, welcher uns mit folgenden Worten begrüsste: „Hoi. Es hät brännt! Im zweite Stock“ ...

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Es war gegen Mitternacht, als mein Mitbewohner und ich aus den Skiferien heimkehrten und die Unterführung vor unserem Haus hinauf kamen. Von weitem hatten wir schon Rauch aufsteigen sehen. Vor unserer Haustür stand ein Feuerwehrmann, welcher uns mit folgenden Worten begrüsste: „Hoi. Es hät brännt! Im zweite Stock!“ Beruhigt dachten wir: „Ja easy, wir wohnen im dritten Stock.“ Aber dann fiel uns ein, dass manche Menschen das EG auch als einzelnes Stockwerk zählen. Wir überlegten EG, erster, zweiter Stock... Wir wohnen doch im zweiten Stock! Wir betraten das Haus, um nach unserer Wohnung zu sehen, das ganze Treppenhaus war schwarz vor Russ und überall waren Feuerwehrleute.

 

 

Oben stand mein dritter Mitbewohner telefonierend vor der Wohnungstür. Die Feuerwehrleute informierten uns darüber, dass sie die Tür wegen des Feuers hätten aufbrechen müssen, um zu sehen ob noch jemand drinnen war. Glücklicherweise nicht.

Die Tür war nun jedoch kaputt, die Polizei hat das Schloss ersetzt und wir kamen nicht mehr in unsere Wohnung rein. Wie das Feuer entfacht wurde, wusste noch niemand und wir brauchten dringendst einen neuen Schlafplatz.

 

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Hilflos standen wir herum und wussten nicht weiter, den Schlüssel für das neue Schloss hätten wir bei der Polizei abholen müssen. Einer meiner Mitbewohner meinte, er ginge zu einem Freund übernachten; das wollten wir auch. Wir riefen verschiedene Leute an, aber da es schon halb eins war, nahm niemand ab. Schliesslich konnten wir bei den Eltern meines Mitbewohners übernachten. Für meinen anderen Mitbewohner war diese lange Nacht jedoch noch nicht zu Ende: Ganz knapp hatte er es aufs letzte Tram geschafft, jedoch warteten darin schon die Kontrolleure auf den armen Pechvogel, der in der Hitze des Gefechts kein Ticket mehr lösen konnte.

Am nächsten Tag betraten wir endlich wieder unsere Wohnung. Das Feuer hatte dort zum Glück keinen Schaden verursacht. Es stank einfach sehr nach Rauch und wir hatten weder TV noch Internet.

 

 

Am Samstag nach dem Brand trafen wir auf die Tochter des Nachbarn und ihre Kolleginnen. Während die Tochter kurz abwesend war, befragte mein Mitbewohner mit grossem Interesse ihre Kolleginnen, ob sie wüssten was den Brand verursacht habe? Die Kolleginnen meinten, das Mädchen erzähle allen ein bisschen etwas anderes, aber der besten Kollegin hätte sie erzählt, dass der kleine Bruder eine Kerze angezündet und in den Schrank gestellt habe.

 

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